Leadcom bietet für Schulleitungen und mit digitaler Schulentwicklung befasste Lehrkräfte an allgemein- und berufsbildenden Schulen ein Fortbildungs- und Unterstützungssystem mit Fokus auf die Gestaltung einer digitalen Kommunikations- und Kooperationspraxis und die damit in Verbindung stehende Veränderung der Digital Leadership.
Das Zentrum bringt bisher genutzte Strategien, Prozesse, Modelle und Maßnahmen zusammen und verfolgt einen Entwicklungsprozess über Design-Based-Research, in dessen Kontext Schulen, Projekt- und Transferpartner:innen partizipativ zusammenarbeiten. Kontinuierlich (weiter)entwickelt und evaluiert werden Fortbildungs-, Beratungsangebote und Gestaltungskonzepte für Digital Leadership sowie für eine digitale Kommunikations- und Kollaborationskultur.
Im Teilprojekt der Hochschule Ansbach liegt der Fokus auf der Unterstützung von Kommunikation und Kollaboration in Videokonferenzen. Dazu wird zunächst eine Bedarfsanalyse durchgeführt mit dem Ziel, individuelle emotionale, motivationale und kognitive Bedarfe zu identifizieren. In einem zweiten Schritt werden darauf aufbauend Handlungsempfehlungen zur Förderung von Kommunikation und Kollaboration in Videokonferenzen entwickelt und schließlich evaluiert. Im Zuge der Evaluation werden ebenso Transfereffekte zwischen verschiedenen Situationen und Szenarien überprüft. Dazu werden längsschnittlich Fortbildungsangebote zu digital vermittelter Kommunikation und Kollaboration im Schulkontext evaluiert, um evidenzbasiert die Angebote unter Berücksichtigung der unterschiedlichen Rahmenbedingungen der Länder weiterzuentwickeln.
Das Teilprojekt der HS Ansbach adressiert dabei Herausforderungen bezüglich sozialer Präsenz und offener Kommunikation sowie erforderlicher Selbstreflexions- und Selbstregulationskompetenzen, um den in Videokonferenzen höheren Freiheitsgraden Rechnung zu tragen.
Biller, Simon; Groß-Mlynek, Lena; Bastian, Jasmin; Händel, Marion (2026)
Education and Information Technologies.
Digital communication has played an increasingly important role in schools around
the world, especially since the COVID-19 pandemic. For professional communica
tion and collaboration in particular, digital tools have provided teachers with the op
portunity to collaborate location-independently and to easily exchange information
and teaching materials. Hence, this study aimed to explore how teachers communi
cate and collaborate digitally by examining differences in the use of instant messag
ing and videoconferencing and the attitudes of teachers towards these technologies.
Therefore, an online survey was conducted with primary and secondary school
teachers from Germany (N = 250, 72.0% female). The analysis showed that mes
sengers were used significantly more than videoconferences and that they differed
in their usefulness for occasions of communication and collaboration. Structural
equation modeling indicated that the self-assessed digital communication compe
tence of teachers is both a significant predictor for the behavioral intention to use
messengers as well as videoconferences, although the behavioral intention to use
messengers in the future was significantly higher than for videoconferences. While
a higher threshold to use videoconferences might be a reason for the differences
that were identified in this study, further research into the communication and col
laboration among teachers is still needed to understand the reasons for the differ
ences in use.Digital communication and collaboration among teachers – a comparative analysis of instant messaging and videoconferencing
DOI: 10.1007/s10639-026-13918-0
Open Access
Peer Reviewed
Biller, Simon; Händel, Marion (2026)
In: Kallenbach, C., Karnebogen, M., Serpemen, A., Seufert, P. (eds) Fortbildungs- und Professionalisierungsangebote: Schulentwicklung. Kompetenzverbund lernen:digital, Potsdam, 52-53.
Videokonferenznutzung zur kollegialen Kommunikation und Kooperation
Open Access
Biller, Simon; Händel, Marion (2025)
Fachforum Schulentwicklung.
Videokonferenznutzung zur kollegialen Kommunikation und Kooperation
Biller, Simon; Händel, Marion (2025)
Vortrag auf der Herbsttagung der Sektion Medienpädagogik der Deutschen Gesellschaft für Erziehungswissenschaften DGfE in Nürnberg, https://www.dgfe.de/sektionen-kommissionen-ag/sektion-12-medienpaedagogik/tagungen.
Der Beitrag stellt den Entwicklungsprozess des im Projekt
LeadCom entstandenen Selbstlernkurses Videokonferenznutzung zur kollegialen
Kommunikation und Kooperation dar und zeigt auf, warum diese Fortbildung
zum Thema Videokonferenzen in außerunterrichtlichen Situationen für eine
zeitgemäße Schulentwicklung relevant ist. Einerseits wurde der Kurs mit dem
Ziel konstruiert, durch eine kompetente Nutzung von virtuellen Meetings im
Schulkontext, eine moderne und effektive Zusammenarbeit im Lehrerkollegium zu
fördern und so den sich verändernden Ansprüchen einer zunehmend digitalisierten
Welt gerecht zu werden. Andererseits soll die Nutzung des Selbstlernkurses auch
dazu beitragen, dass Lehrkräfte und Schulleitungen sich digital kompetent und
selbstwirksam im Umgang mit digitalen Kommunikationsmedien erleben. Als
Transferziel sollten die Einstellungen und Erwartungen von Lehrkräften
gegenüber Informations- und Kommunikationstechnologien (ICT) und die Nutzung
von ICT für schulinterne Kooperation die Nutzung von ICT im Unterricht sowie
die digitale Kompetenzentwicklung von Schülerinnen und Schülern positiv
beeinflussen (u.a. Drossel et al., 2016; Fraillon et al., 2020). Die
Entwicklung des Selbstlernkurses fußte dabei unter anderem auf dem
weiterentwickelten Technologieakzeptanzmodell von Venkatesh et al. (2003, 2012), der Unified Theory of
Acceptance and Use of Technology (UTAUT). In einer eng mit dem
Entwicklungsprozess der Fortbildungseinheit durchgeführten quantitativen Studie
wurden anhand des UTAUT-Modells Einstellungen und Erwartungen von Lehrkräften
in Bezug auf die Nutzung von Videokonferenzen in außerunterrichtlichen
Kommunikations- und Kooperationssituationen untersucht. Der Beitrag wird
aufzeigen, wie sowohl die theoretischen Überlegungen aus dem UTAUT-Modell als
auch in Teilen die Ergebnisse der Studie in die Konstruktion des
Selbstlernkurses eingeflossen sind.Entwicklung des Selbstlernkurses „Videokonferenznutzung zur kollegialen Kommunikation und Kooperation“
Open Access
Peer Reviewed
Bastian, Jasmin; Biller, Simon; Groß-Mlynek, Lena; Händel, Marion (2025)
Wissenschaftliches Poster auf der Herbsttagung der Sektion Medienpädagogik der Deutschen Gesellschaft für Erziehungswissenschaften DGfE in Nürnberg, https://www.dgfe.de/sektionen-kommissionen-ag/sektion-12-medienpaedagogik/tagungen.
Digitale Kommunikation und Kooperation in der Schule: Nutzung von Messengern und Videokonferenzen im Vergleich
Open Access
Peer Reviewed
Biller, Simon; Groß-Mlynek, Lena; Bastian, Jasmin; Händel, Marion (2025)
Vortrag auf der 12. Tagung der Gesellschaft für Empirische Bildungsforschung (GEBF) .
Digitale Kommunikation und Kooperation unter Lehrkräften – Eine vergleichende Analyse von Messengern und Videokonferenzen
Peer Reviewed
Händel, Marion; Malz, Simone (2024)
In: Gollisch, S., Gröner, P. (eds): Ansbacher Kaleidoskop 2024, Festschrift zum 60. Geburtstag von Prof. Dr. Ute Ambrosius und Prof. Dr. Barbara Hedderich, Shaker Verlag, Düren, 115–126.
Digitale Kommunikation und Kooperation in Videokonferenzen: Potenzial und Herausforderung im Alltag von Lehrkräften
Malz, Simone; Biller, Simon; Händel, Marion (2024)
11. Tagung der Gesellschaft für Empirische Bildungsforschung (GEBF) in Potsdam.
Digitale Kommunikation und Kollaboration: Eine Bedarfsanalyse zur kollegialen Nutzung von Videokonferenzen in der Schule
Open Access
Peer Reviewed