Bestehende Systeme zur Verwaltung von Forschungsinformationen dokumentieren zwar quantitative Kennzahlen, wie Publikationen und Projekte, sie ermöglichen aber keine systematische Beobachtung und Steuerung gesellschaftlicher Wirkung. Das Vorhaben openIMPACT-FIS adressiert diese Lücke. In einem gemeinsamen Reallabor mit 14 bayerischen Hochschulen für angewandte Wissenschaften und strategischen Partnern wird ein modulares, frei zugängliches Softwarewerkzeug entwickelt, das sich nahtlos in bestehende digitale Forschungsinformationssysteme einfügt, die mit dem Kerndatensatz Forschung kompatibel sind. Das Werkzeug verbindet bewährte Methoden der Wirkungsplanung mit modernen Verfahren der Künstlichen Intelligenz und wahrscheinlichkeitsbasierter Datenanalyse. So können Hochschulen und Forschungseinrichtungen von Beginn eines Projekts an planen, wie ihre Arbeit gesellschaftlich wirken soll – und während der Projektlaufzeit in Echtzeit ihren Kurs verfolgen. Neue Erkenntnisse während der Projektlaufzeit und aus der Praxis fließen automatisch in die Bewertung ein und ermöglichen gegebenenfalls eine gezielte Kurskorrektur. Das Ergebnis ist ein aktives Steuerungsinstrument, das Forschungsinformationssysteme vom passiven Datenarchiv zur proaktiven Grundlage evidenzbasierter Hochschulentwicklung macht.