Soziale Netzwerke fördern Vergleichsprozesse, die Auswirkungen auf das psychische Wohlbefinden haben. Die Studie untersucht den Einfluss aufwärts- und abwärtsgerichteter Vergleiche auf das subjektive Einsamkeitsempfinden und inwiefern persönliche und soziodemografische Merkmale dabei eine Rolle spielen. Eine Onlinebefragung (n = 228) zeigt, dass aufwärtsgerichtete soziale Vergleiche mit höheren Einsamkeitswerten assoziiert sind, während Abwärtsvergleiche tendenziell mit geringer Einsamkeit einhergehen. Extraversion und Selbstwertgefühl korrelieren jeweils negativ mit Einsamkeit, jedoch zeigt nur Extraversion eine moderierende Wirkung auf den Zusammenhang zwischen sozialem Vergleich und subjektiver Einsamkeit. Signifikant geringere Einsamkeitswerte lassen sich bei festen Partnerschaften feststellen, jedoch ohne Einlfuss auf das Vergleichsniveau. Personen unter 25 Jahre weisen einen stärkeren Zusammenhang zwischen sozialem Vergleich und Einsamkeit auf als ältere Personen. Die Ergebnisse betonen die psychologische Relevanz sozialer Vergleichsprozesse während der Social Media Nutzung und die Bedeutung individueller Dispositionen. Sie stützen bestehende theoretische Modelle und liefern praktische Impulse zur Prävention oder Reduktion von Einsamkeit.
mehr| Titel | Digitale Inszenierung, sozialer Vergleich und psychische Folgen: Einsamkeit in der Social Media-Ära, Münchner Beiträge zu Marketing & Management |
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| Medien | Münchner Beiträge zu Marketing & Management |
| Verfasser | Jule Sommer, Lea-Marie Bann, Lilli Guthmann, Larissa Klezok, Peter Wenk, Prof. Dr. Katharina Klug, Prof. Dr. Barbara Kühnlenz |
| Veröffentlichungsdatum | 12.02.2026 |
| Zitation | Sommer, Jule ; Bann, Lea-Marie; Guthmann, Lilli; Klezok, Larissa; Wenk, Peter; Klug, Katharina; Kühnlenz, Barbara (2026): Digitale Inszenierung, sozialer Vergleich und psychische Folgen: Einsamkeit in der Social Media-Ära, Münchner Beiträge zu Marketing & Management. Münchner Beiträge zu Marketing & Management. DOI: 10.13140/RG.2.2.33126.69448 |