Alkoholkonsum zählt zu den bedeutendsten gesundheitsbezogenen Risikoverhaltensweisen, insbesondere unter jungen Erwachsenen. Die Wirksamkeit von Präventions- und Interventionsmaßnahmen hängt jedoch maßgeblich davon ab, die Zielgruppe und deren Motivation zu verstehen. Der vorliegende Beitrag identifiziert Mechanismen, die junge Erwachsene bei der Umsetzung einer bewussten Verhaltensänderung ihres Alkoholkonsums beeinflussen. Eine quantitative Studie unter 102 18-34-Jährigen zeigt, das die Problemrealisation und intrinsische Gründe zur Konsumänderung die kritische Selbstreflexion fördern, während extrinsische Gründe hemmend wirken. Negative Erlebnisse aufgrund von Alkoholkonsum wie Erinnerungslücken oder Kontrollverlust verstärken die Reflexion, während Schuldgefühle sie abschwächen. Die Befunde bestätigen, dass das Erkennen problematischer Trinkgewohnheiten eine kritische Selbstreflexion fördert, die wiederum mit einer aktiven Verhaltensänderung verbunden ist. Gleichsam zeigt sich, dass emotionale Reaktionen wie Schuldgefühle den Reflexionsprozess eher behindern als fördern können. Damit ist eine Differenzierung kognitiver und emotionaler Mechanismen nötig, um zu verstehen, wie Problembewusstsein für ungesunde Verhaltensweisen in aktive Verhaltensänderung überführt wird. Die Befunde liefern Implikationen für zielgruppenorientierte Präventionskampagnen und weisen auf die Bedeutung intrapersonaler Prozesse bei der Alkoholreduktion junger Erwachsener hin.
| Titel | Alkoholkonsum der Generation Z: Der Prozess vom Problembewusstsein zur aktiven Verhaltensänderung |
|---|---|
| Medien | Münchner Beiträge zu Marketing & Management |
| Verfasser | Prof. Dr. Katharina Klug |
| Veröffentlichungsdatum | 01.04.2026 |
| Zitation | Klug, Katharina (2026): Alkoholkonsum der Generation Z: Der Prozess vom Problembewusstsein zur aktiven Verhaltensänderung. Münchner Beiträge zu Marketing & Management. DOI: 10.13140/RG.2.2.15276.63367 |