Die Methoden der Biotechnologie wurden in den letzten 10 Jahren zu einem wichtigen Instrumentarium in der pharmazeutischen Wirkstoffforschung und -entwicklung. Bereits heute machen Biopharmazeutika rund 15% des gesamten Umsatzes mit Arzneistoffen aus. Dabei sind die drei wichtigsten Indikationsgruppen die Onkologie, Stoffwechselerkrankungen und Erkrankungen des Bewegungsapparats. Für die nächsten Jahre kann damit gerechnet werden, dass Biopharmazeutika weiter an Bedeutung gewinnen. Der Anteil von Substanzen in der präklinischen Forschung, die auf biotechnologischen Verfahren beruhen, liegt mittlerweile bei über 25%. Neben Produkten für die Onkologie und Stoffwechselerkrankungen spielen hier Antiinfektiva eine wichtige Rolle. Neuartige Therapieverfahren wie die RNA-Interferenz stecken dagegen mit 1,5% aller kommerziellen Forschungsprojekte noch in den Kinderschuhen. Investitionen in zukunftsfähige Spitzentechnologien wie die Biotechnologie sind für ein hoch entwickeltes und rohstoffarmes Land wie Deutschland von zentraler Bedeutung. Die Biotechnologie hilft den deutschen Pharmaakteuren vor allem dabei, neue Produkte, Prozesse/ Verfahren und Dienstleistungen zu entwickeln und existierende zu verbessern. Dadurch kann die internationale Wettbewerbsfähigkeit gestärkt, neue Arbeitsplätze in Deutschland können geschaffen und bestehende gesichert werden.
| Titel | The role of biotechnology in pharmaceutical drug design |
|---|---|
| Heft | 10 |
| Band | 104 |
| Verfasser | Prof. Dr. Sibylle Gaisser, Michael Nusser |
| Seiten | 732-737 |
| Veröffentlichungsdatum | 27.05.2010 |
| Zitation | Gaisser, Sibylle; Nusser, Michael (2010): The role of biotechnology in pharmaceutical drug design. 104 (10), 732-737. |